Über uns

Maria 2.0
Wie alles anfing und 
wie es dann weiter ging…

Maria 2.0 ist eine deutschlandweite Graswurzelbewegung mit vielen großen und kleinen lokalen Aktionsgruppen, die vor Ort autonom agieren. Viele dieser Gruppen betreiben eigene Web- oder Facebook-Seiten, haben Ansprechpartner*innen vor Ort und / oder vernetzen sich auf Städte- oder Bistumsebene. Da wir weder ein Verein noch ein Verband sind, wächst dieses Netz sozusagen organisch weiter. Maria 2.0 ist so zu einem vielstimmigen, vielgestaltigen und diversen Netzwerk geworden. An einer Plattform, die dieses Netzwerk abbildet und es ermöglicht, Ansprechpartner*innen in der eigenen Umgebung ausfindig zu machen, wird derzeit gearbeitet, da wir alle aber neben Maria 2.0 auch noch ein Leben, Arbeit und Familie haben, dauert bei uns schon mal manches ein wenig länger. Zu vielen dieser Gruppen finden Sie Links auf unserer Seite oder sie sind per Internetrecherche zu finden.

Viele interessante und aktuelle Informationen finden sich auch auf unserer Facebook-Seite, die als institutionelle Seite auch von Menschen besucht und gelesen werden kann, die nicht Mitglied bei Facebook sind. Hierzu einfach dem link folgen:  …. (Maria 2.0 | Facebook)

 

Wie alles anfing und wie es dann weiter ging…

… beschreibt die Gruppe der Pfarrei  Hl. Kreuz in Münster

„Angefangen hat alles mit einem Lesekreis. Menschen aus der Gemeinde Heilig Kreuz in Münster haben gemeinsam Abschnitt für Abschnitt das Evangelii gaudium (das erste Apostolische Schreiben von Papst Franziskus) gelesen und darüber gesprochen. Meist nur Frauen und meistens auch nicht sehr viele. An einem Abend war dann alles etwas anders. Wir haben darüber gesprochen, wie sehr uns die aktuelle Situation in der Kirche beschäftigt. Wie schwierig es manchmal ist, Menschen, die fern der Kirche stehen, zu erklären warum man überhaupt noch dabei ist, bei all dem Grauen, das da in den letzten Jahren immer und immer wieder und immer mehr zu Tage getreten ist und tritt und wie sehr uns der Umgang der meisten Amtsinhaber mit den Tätern, den Mittätern und den Opfern entsetzt. Dass seit Jahren die immer gleichen Fragen diskutiert werden und dass trotz der allseits beteuerten Reformbereitschaft die Abschaffung bestehender männerbündischer Machtstrukturen nicht in Sicht ist. 

Für uns alle ist ein stillschweigender Austritt keine Option. Kämpfen wollen wir für uns und für unsere heranwachsenden Kinder und Enkelkinder! Kämpfen für einen Weg, der es uns und auch den nachfolgenden Generationen nicht nur erträglich macht, sondern sogar Freude, in dieser Kirche zu bleiben! Weil wir hier beheimatet sind, weil uns so sehr an ihr liegt. Damit es wieder um die Botschaft Jesu geht. Schnell war uns klar: wir müssen nicht nur klagen, sondern handeln und Maria2.0 war geboren. Maria 2.0 ist keine Gruppe einer bestimmten Gemeinde, sondern eine freie Initiative von Frauen. Und wir hoffen, dass sich bis zum Mai sehr sehr viele Frauen in Deutschland, und gerne auch darüber hinaus, uns anschließen werden.

Mit einem Offenen Brief an Papst Franziskus sind wir gestartet. Diesen Brief, inklusive der bis zu diesem Zeitpunkt online und auf Papier eingegangenen 42.349 Unterschriften, haben wir am 25. Oktober 2019 dem Apostolischen Nuntius in Berlin, Herrn Erzbischof Dr. Nikola Eterovic, übergeben und bislang keine Antwort erhalten (Stand: 21. November 2020). 

Doch wir bleiben nicht stehen und warten ab, ob sich etwas bewegt – wir gehen weiter auf unserem Weg unserer Sehnsucht nach einer erneuerten und geschwisterlichen Kirche nach. Jeden Mai und jeden Oktober wird es auch weiterhin Aktionszeiträume geben. Wir rufen alle dazu auf, draußen zu bleiben – keinen Dienst zu tun, keine Kirche zu betreten und sichtbar zu machen, dass ein erneutes Aussitzen nicht möglich sein wird. Vor den Kirchen werden wir Gottesdienst feiern und unsere Klagen und Forderungen nachdrücklich und kreativ zum Ausdruck bringen. Wir werden informieren und diskutieren und wir werden deutlich machen, dass jetzt die Zeit ist und die Stunde, um zu handeln.“ 

 

Unsere Vision von einer geschwisterlichen Kirche 


In unserer Kirche, im Morgen, 
wird das Wort Jesu nicht nur verkündet sondern auch gelebt.

Wird der Mensch,
jeder so, wie er ist,
geliebt.

Wird getanzt und gelacht und gefeiert.
Wird das Brot geteilt und das Leid.
Wird der Wein geteilt und die Freude.

In dieser Kirche, im Morgen, 
siegen Mut und Liebe, Barmherzigkeit und Mitgefühl
über Angst und Machtgier, Ausgrenzung und Selbstmitleid.

In dieser Kirche, im Morgen, 
sind 
Frau und Mann
Kind und Greis
Homo und Hetero
arm und reich
gebunden und ungebunden
zusammen und allein.

Willkommen an jedem Ort und willkommen in jeder Berufung.
Willkommen als lebendiger Widerschein von Gottes liebendem Blick.

                             Andrea Voß-Frick

Wer handelt, entscheidet

(Maria 2.0 im Bistum Essen)

Wer handelt, entscheidet. Das ist unser Motto im Bistum Essen. Wir wollen mit entscheiden, wohin sich unsere katholische Kirche entwickelt, deshalb handeln wir.
Wir sind eine Gruppe von Frauen und Männern aus dem Bistum Essen (*), die sich der "Graswurzelbewegung" Maria 2.0 angeschlossen haben, die hinter den Thesen vom Thesenanschlag 2.0 (Februar 2021) stehen und diese einfordern für eine geschwisterliche Kirche.
...
(*)   aus Bottrop, Essen, Gladbeck, Kierspe, Wattenscheid
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Neuer Thesenanschlag
nach 500 Jahren

von Februar 2021

Die Reformbewegung Maria 2.0
hängt ihre Thesen an Dom- und Kirchentüren

Mit dem Thesenanschlag 2.0 an Dom- und Kirchentüren im gesamten Bundesgebiet weist die Reformbewegung Maria 2.0 auf die eklatanten Missstände in der katholischen Kirche hin und untermauert damit ihre Forderungen nach Reformen hin zu einer zukunftsfähigen Kirche.
Angemahnt wird eine geschlechtergerechte Kirche mit dem Zugang für alle Menschen zu allen Ämtern, sowie die Aufklärung, Verfolgung und Bekämpfung der Ursachen von sexualisierter Gewalt. Darüber hinaus wird eine wertschätzende Haltung gegenüber selbstbestimmter, achtsamer Sexualität eingefordert sowie die Aufhebung des Pflichtzölibats.
Am Wochenende vor der virtuellen Vollversammlung der Deutschen Bischöfe (23. – 25.02.2021) wendet sich die Reformbewegung Maria 2.0 mit ihren Forderungen nach Veränderungen in der Kirche erneut an die Öffentlichkeit.
Dass Luther seine Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt haben soll, ist wohl eher eine Legende, aber seine Thesen haben etwas Großes in Bewegung gesetzt, das wollen auch die Mitstreiter*innen von Maria 2.0.  Aus ihrer Sicht ist es notwendig, dass die Deutsche Bischofskonferenz endlich beginnt, sich ernsthaft mit den in der katholischen Kirche notwendigen Reformen auseinanderzusetzen, und den Willen zu Veränderungen durch Taten bezeugt.
Die Bewegung Maria 2.0 tritt für Reformen in der katholischen Kirche ein. Sie ist eine bundesweit vernetzte Graswurzelbewegung. Zahlreiche Maria-2.0-Gruppen in verschiedenen Orten machen seit Mai 2019 immer wieder mit unterschiedlichen Aktionen in Kirchengemeinden, Bistümern und häufig auch bundesweit gemeinsam auf ihre Forderungen aufmerksam.


Gleichberechtigung ist kein "Zeitgeist"

Die 7 Thesen, die am 21. Februar 2021 bundesweit an mehr als 1000 Kirchen angeschlagen wurden, finden sich unter folgendem Link:     https://thesen-maria-2-0.jimdosite.com/